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Mobilisation ist das A und O



An erster Stelle nach einem Sturz steht natürlich zunächst die Versorgung von Verletzungen. Damit ist es allerdings nicht getan: An die Akuttherapie muss sich unbedingt eine weiterführende Therapie anschließen. Auch das seelische Trauma und die Verunsicherung, die ein Sturz hinterlassen kann, sind vielfach behandlungsbedürftig. Die genaue Abklärung des Sturzes, die individuelle Behandlung und Anpassungen des Wohnraumes oder der Medikation sollen auch helfen, dass der Gestürzte sich weiterhin mit Selbstvertrauen bewegen kann. Es muss verhindert werden, dass der Betroffene aus Angst vor einem erneuten Sturz seinen Bewegungsradius und seine Aktivität einschränkt.

Nach einem Sturz müssen also mehrere Gesichtspunkte beachtet werden:

Medikamente

Die Medikation muss daraufhin geprüft werden, ob eine Veränderung möglich ist, die das Sturzrisiko verringert. Aufmerksamkeit, Kraft und das Gleichgewicht sollten möglichst wenig eingeschränkt werden. Eventuell sollte auch die Behandlung einer Osteoporose in Erwägung gezogen werden.

Krankengymnastik

Nach einem Sturz ist es sinnvoll, so früh wie möglich mit der Krankengymnastik zu beginnen, um den rasch einsetzenden Muskelschwund möglichst zu verhindern. Im weiteren Verlauf ist auch ein Muskelaufbautraining wichtig. Die umgebende Muskulatur trägt einerseits dazu bei, den Knochen im Falle eines Sturzes abzupolstern, andererseits erhöht das Muskeltraining die Knochenfestigkeit. Gleichzeitig sollten Ausdauer und Gleichgewichtssinn trainiert werden.

Nach der Krankengymnastik ist die Fortführung eines regelmäßigen Trainings sinnvoll.

Ergotherapie

Die Ergotherapie ist zur Verbesserung der Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Anziehen, Benutzung des Bads und der Toilette) entscheidend. Das Angebot eines Hausbesuches sollten Sie wahrnehmen. Es kann sich dabei herausstellen, dass einige Veränderungen in der Wohnung notwendig sind, wie das Entfernung von Türschwellen und das Anbringen von Haltegriffen.

Leider gelingt es oftmals nicht, wiederholte Sturzereignisse auf eine einzelne Ursache zurückzuführen, um diese dann wirksam zu beseitigen. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, jeden einzelnen potenziellen Risikofaktor für Stürze zu reduzieren.
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