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Wechseljahre: Lexikon





Arteriosklerose (Atherosklerose): Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“; Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden.

DHEA - Dehydroepiandrosteron: DHEA ist ein Vorläuferhormon, aus dem der Körper zahlreiche andere Hormone herstellen kann, die den Stoffwechsel regulieren. Wichtigstes Beispiel ist das Testosteron, aus dem wiederum Östrogene hergestellt werden können. Aus diesem Grund werden DHEA positive Auswirkungen auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und das Sexualleben nachgesagt, endgültige Beweise fehlen aber noch. Daneben wird eine Stärkung des Immunsystems vermutet, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll gesenkt werden können, ebenso die Körperfettmasse.

Follikel: (lat.: Sack, Hülse); z.B. Schilddrüsenfollikel: Hohlraum, der von schilddrüsenhormonspeichernden Eiweißen angefüllt ist und von hormonbildenden Schilddrüsenzellen umrahmt wird.

freie Radikale: Reaktionsfreudige Atome oder Moleküle mit einem oder mehreren freien Elektron(en). Sie sind wichtig für den Stoffwechsel, können aber in hoher Konzentration auch zu Zellschäden führen.

Gestagene: Neben den Östrogenen die zweite wichtige Klasse der weiblichen Geschlechtshormone. Als Bestandteil der „Antibabypille“ werden Gestagene als Verhütungsmittel eingesetzt. An der Brust wirken Gestagene den Östrogenen entgegen; sie können in der Hormontherapie gegen Brustkrebs eingesetzt werden.

Hormone: Biochemische Botenstoffe, die innerhalb eines Lebewesens Informationen übermitteln.

Hypothalamus: Abschnitt des Zwischenhirns, der das vegetative Nervensystem (siehe dort) steuert und u.a. für die Aufrechterhaltung von Temperatur und Blutdruck, die Regulation der Nahrungsaufnahme, für den Schlafrhythmus und die Steuerung des Sexualverhaltens zuständig ist.

Kneipp-Anwendungen: die auf Sebastian Kneipp zurückgehenden Behandlungen mit kaltem Wasser und Wechselbädern

Libido: Geschlechtstrieb

Menopause: Das natürliche Ende der Mestruation (monatliche Regelblutung). Die Eierstöcke stellen nach und nach ihre Funktion ein, bis die Fruchtbarkeit schließlich endet. Die Übergangsphase in den Jahren vor und nach der Menopause, in denen sich der Hormonhaushalt umstellt, bezeichnet man als Wechseljahre (Klimakterium). Die Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr ein.

Menstruation: Monatliche Regelblutung der Frau.

Menstruationszyklus: Er beginnt mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung und endet am Tag vor dem Einsetzen der nächsten Blutung.

Omega-3-Fettsäuren: Ein Nährstoff, der vor allem in fetten Seefisch enthalten ist; er senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte, hemmt die Gerinnselbildung und stabilisiert den Herzrhythmus. Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten, profitieren von einer zusätzlichen Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren etwa in Kapselform.

Osteoporose: Erkrankung, die den Knochen brüchiger werden lässt, auch Knochenschwund genannt.

Östrogene: Wichtigste Gruppe der weiblichen Geschlechtshormone. Sie werden vor den Wechseljahren hauptsächlich in den Eierstöcken (Ovarien) im Follikel und Gelbkörper, und in geringerem Maß auch in der Nebennierenrinde produziert. Beim Mann, und nach den Wechseljahren der Frau wird Östrogen vor allem im peripheren Fettgewebe durch das Enzym Aromatase aus Testosteron gebildet.


Ovulation: Eisprung

Phytoöstrogene: Bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe besitzen östrogenähnliche Wirkung, weshalb man diese als Phytoöstrogene (oder auch Phytoserms) bezeichnet. Ihre Östrogenwirkung ist allerdings wesentlich schwächer als die künstlich zugeführter Östrogene (0,1% der Östradiolwirkung). Sie haben an den Östrogenrezeptoren des Körpers sowohl aktivierende als auch hemmende Effekte. Des weiteren wirken sie antioxidativ.

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Erkrankung der geschlechtsreifen Frau, bei der es durch die Bildung multipler (vielfältiger) Zysten an den Eierstöcken zum Ausbleiben der Menstruationsblutung, zu Zyklen ohne Eisprung und zur Vergrößerung der Eierstöcke kommt. Die genaue Ursache der PCOS ist unklar.

Progesteron (Gelbkörperhormon): Wichtiges weibliches, zu den Gestagenen gehörendes Geschlechtshormon, das zusammen mit Östrogen den Mestruationszyklus reguliert. Progesteron wird vom Gelbkörper (Corpus luteum) des Eierstocks gebildet.


Testosteron: Die Menge an dem männlichen Sexualhormon Testosteron nimmt bei Männern nach dem 40. Lebensjahr langsam und gleichmäßig ab, ganz im Gegensatz zu dem plötzlichen Hormonabfall bei der Frau in den Wechseljahren. Mit dem Hormon Testosteron werden unweigerlich die Begriffe Männlichkeit, Kraft und Potenz in Verbindung gebracht. Tatsächlich lassen sich folgende Testosteronwirkungen beobachten:
  • Muskelmasse und Muskelkraft nehmen zu
  • die Fettmasse verringert sich
  • die Knochendichte nimmt zu
  • Potenz und sexuelles Verlangen sollen gesteigert werden
  • die physische und psychische Leistungsfähigkeit soll gesteigert werden.


Vitamin D: Der menschliche Körper kann Vitamin D selbst bilden, und zwar in der Haut unter Einwirkung von UV-Licht. Diese Menge reicht jedoch nicht aus, um den Bedarf zu decken. Vitamin D fördert das Skelettwachstum und die Knochenfestigkeit. Es ist aber auch für die Zahnbildung, die Hautstruktur und das Immunsystem wichtig. Vitamin D-reich sind Seefisch, Hühnerei und Pilze.
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