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Folgeerkrankungen bei Morbus Parkinson: Sexuelle Störungen



Bei der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) können Störungen der Sexualität in verschiedener Art und Weise auftreten. Die Sexualfunktionsstörungen können dabei rein organisch sein (50-80 Prozent), rein psychisch (15-30 Prozent) oder auch in Kombination auftreten. Insbesondere bei Männern kommt es häufiger zu einer erektilen Dysfunktion als zu einer Abnahme des Lustgefühls (Libido). Die Dauer der Parkinson-Krankheit scheint einen Einfluss auf die erektile Dysfunktion zu haben. Andererseits kann es bei der Parkinson-Krankheit zu einer gesteigerten Lust kommen.

Sowohl die Parkinson-Medikamente wie Anticholinergika und MAO-B-Hemmer als auch Zusatzmedikamente gegen Begleiterkrankungen wie β-Rezeptoren-Blocker oder Antidepressiva können die Sexualfunktion bei Parkinson-Kranken stören.


Mehr über die Behandlung der erektilen DysfunktionAuch haben der mögliche Speichelfluss, die Dyskinesien und auch die Blasenfunktionsstörungen Einfluss auf die sexuelle Aktivität. Diese körperlichen Einschränkungen können aber durchaus zu einer neuen, zärtlicheren Form der Sexualität bei Parkinson-Kranken führen.

Wichtig ist, dass die Partner miteinander reden und ihr Problem auch mit dem behandelnden Arzt besprechen. Sie sollen sich gegenseitig ihre Befürchtungen, Schwierigkeiten aber auch Wünsche mitteilen. Denn verschiedene Symptome der Parkinson-Krankheit führen eben dazu, dass die Betroffenen anders mit ihrer Sexualität umgehen müssen. Sexuelle Aktivitäten müssen eher geplant werden, als dass sie spontan stattfinden könnten, damit sie in Phasen guter Beweglichkeit erfolgen können.
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