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HIV/AIDS: Symptome



Eine HIV-Infektion kann zunächst – und teilweise auch für längere Zeit – unbemerkt bleiben. Bei 40 bis 90 Prozent der Infizierten kommt es einige Wochen nach Übertragung des Virus zur sogenannten akuten HIV-Infektion, die eine grippeähnliche Symptomatik aufweist. Anschließend können mehrere Jahre ohne Symptome vergehen, in denen sich das Virus im Körper vermehrt und nach und nach Immunzellen zerstört. In dieser Periode haben die Patienten außer eventuellen Lymphknotenschwellungen keine Beschwerden, weswegen man auch von einer asymptomatischen Infektion oder Latenzphase spricht. Deren Dauer ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, beträgt aber im Mittel um die zehn Jahre.

In der anschließenden Phase kommt es noch nicht zu Erkrankungen, die zum Vollbild AIDS gehören. Es treten aber Komplikationen auf, die auf ein defektes Immunsystem und somit auf die HIV-Infektion zurückzuführen sind. Typische Symptome sind die bazilläre Angiomatose, eine durch bestimmte Bakterien (Rickettsien) hervorgerufene Hauterkrankung, Infektionen mit dem Hefepilz Candida albicans im Bereich des Mund-Rachenraums oder der Scheide, eine ausgeprägte Gürtelrose, eine Verminderung der Blutplättchenzahl oder die orale Haarleukoplakie, eine durch das Ebstein-Barr-Virus (EBV) ausgelöste Infektion, die zu weißlichen Belägen am Zungenrand führt.

Das Vollbild AIDS schließlich ist durch eine Reihe von Erkrankungen definiert, zu denen die opportunistischen Infektionen, also verschiedene Infektionen durch Protozoen, Pilze, Bakterien und Viren, sowie bestimmte Tumoren gehören.

AIDS bricht unterschiedlich schnell aus


Die Dauer der Latenzzeit (= Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) hängt wahrscheinlich unter anderem von der Menge an HI-Viren ab, die der Infizierte im Körper hat. Diese kann zum Beispiel durch eine verseuchte Bluttransfusion sehr hoch sein. Ohne Therapie entwickelt sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit (zwei bis mehr als 20 Jahre) eine Immunschwäche mit charakteristischen Krankheitsbildern. Außerdem kann die Latenzzeit auch von den verschiedenen Virusstämmen abhängen, von genetischen Faktoren sowie von der gleichzeitigen Anwesenheit anderer Krankheitserreger wie Herpes-Viren. Auch das Alter zum Zeitpunkt der Ansteckung ist wichtig: Je jünger der neu Infizierte ist, umso länger dauert es bis zum Ausbruch der Erkrankung. Und zusätzlich kann die Lebensführung Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben.
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