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Aminosäuren



Eier
© Shutterstock
Aminosäuren sind nicht nur Bausteine von Eiweißen und damit von Körperstrukturen, sie haben auch spezielle Aufgaben im Stoffwechsel wie zum Beispiel in der Immunabwehr, bei der Entgiftung oder der Hormonsynthese. Die Hauptquelle für Aminosäuren ist tierisches Eiweiß, also Fleisch, Wurst, Fisch, Milch und Eier.

Nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten unterscheidet man essentielle, bedingt essentielle und nicht-essentielle Aminosäuren.

  • Essentielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sie müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Zu ihnen gehören: Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.
  • Bedingt oder semi-essentielle Aminosäuren können vom Körper hergestellt werden, müssen aber im Säuglingsalter, bei Mangelernährung oder bestimmten Erkrankungen zusätzlich zugeführt werden. Hierzu zählen: Arginin, Cystein, Glutamin, Tyrosin, Serin, Taurin und Glycin.
  • Nicht-essentielle Aminosäuren können vom Körper selbst hergestellt werden. Zu ihnen gehören Alanin, Asparagin und Asparaginsäure, Glutaminsäure, Ornithin und Prolin.

Funktionen einzelner Aminosäuren im Organismus



Arginin: Als Vorstufe des Botenstoffes Stickstoffmonoxid wichtig für den Gefäßtonus: Gefäße werden erweitert, der Blutdruck gesenkt. Schützt die Gefäße vor Arteriosklerose. Stärkt außerdem die Immunabwehr, ist bei Entgiftungsprozessen beteiligt und fördert das Körperwachstum.

Cystein: Wichtig für Entgiftungsvorgänge und für die Immunabwehr. Wirkt außerdem antioxidativ.

Glutamin: Stärkt das Immunsystem und schützt die Dünndarmschleimhaut. Fördert das Muskel- und Längenwachstum.

Glutaminsäure: Wichtiger Botenstoff für das zentrale Nervensystem, steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Außerdem beteiligt an Entgiftungsvorgängen des Körpers.

Histidin: Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin, Schlüsselfunktion bei allergischen und entzündlichen Erkrankungen.

Isoleucin, Leucin, Valin: Fördern den Aufbau von Muskelgewebe.

Lysin: Fördert die Kollagenbildung in Blutgefäßen, Haut, Knochen und Zähnen. Unterstützt die Kalziumaufnahme aus dem Darm und Einbau in die Knochen.

Methionin: Wichtig für die Bildung von Zellmembranen, für das Nervensystem, Entgiftungsvorgänge und die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes.

Phenylalanin: Wichtig für die Produktion verschiedener Hormone wie Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Thyroxin. Wird z.T. bei Depressionen eingesetzt.

Taurin: Wirkt antioxidativ, ist an Entgiftungsvorgängen beteiligt, stabilisiert die Nervenzellen, reguliert die Herzfunktion und stärkt das Immunsystem.

Threonin: Wichtig für das Körperwachstum.

Tryptophan: Wichtig für die Herstellung des Nervenbotenstoffes Serotonin. Dieser reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Stimmungslage, den Appetit und das Schmerzempfinden. Weiterhin wichtig für die Bildung des Hormons Melatonin und Vitamin B3.

Tyrosin: Wird aus Phenylalanin gebildet und für die Bildung der Botenstoffe Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und der Schilddrüsenhormone benötigt. Auch Melatonin und Coenzym Q10 werden aus Tyrosin gebildet.
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