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Diabetische Gastroparese



Bei der diabetischen Gastroparese, der Magenlähmung durch Nervenschäden, ist die Magenbewegung und -entleerung gestört. Dadurch wird die die Aufnahme der Kohlenhydrate aus der Nahrung unberechenbar. Wird das gespritzte Insulin schneller aufgenommen als die Kohlenhydrate, kommt es zur Unterzuckerung. Hinweise auf eine Störung der Magenentleerung gibt es bei jedem vierten Diabetiker.

Botulinumtoxin oder Ghrelin gegen diabetische Gastroparese

Eine neue Therapieoption zur Behandlung der Gastroparese ist die Injektion von Botulinumtoxin in den Magenausgang. Dadurch wird die Verkrampfung des Magenausgangs verringert und die Nahrung schneller weitertransportiert. In ersten Studien war diese Therapie bei knapp der Hälfte der Patienten erfolgreich, die Wirkung hielt bei Männern dreieinhalb Monate und bei Frauen fünf Monate an. Als weitere Therapieneuerung wird derzeit darüber diskutiert, ein Hormon des Magen-Darm Traktes – Ghrelin – gegen die Gastroparese einzusetzen. Ghrelin beeinflusst zum Beispiel das Gefühl von Hunger und Sättigung. Bei Diabetikern konnte durch Ghrelin eine beschleunigte Magenentleerung erreicht werden. Wenn bei der Gastroparese keine Therapie anschlägt, kann die Implantation eines Magenschrittmachers die Lösung sein. Diese elektrische Stimulation der Magenentleerung kommt bei nicht behandelbarer Gastroparese mit Erbrechen in Betracht, die Störungen gehen dadurch um etwa zwei Drittel zurück, zusätzlich sinkt der HbA1c-Wert.

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