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Was tun bei Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Antibiotika?



Antibiotika bekämpfen bakterielle Infektionen im Körper. Das Problem an dieser guten Eigenschaft: Nicht alle Bakterien sind Krankheitserreger, sondern halten unseren Körper gesund. Diese "guten" Bakterien sind z.B. verantwortlich für eine gesunde Haut oder intakte Darmflora.

Nebenwirkungen von Antibiotika

Antibiotika greifen auch die "guten" Bakterien von Darm und Schleimhaut an. Dadurch entstehen einige typische Nebenwirkungen der Antibiotika: Durchfälle und ein geschwächtes Immunsystem können Folge einer gestörten Darmflora sein. Bei starken Durchfällen sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt Kontakt aufnehmen - sie könnten auf eine seltene, aber gefährliche Darmentzündung durch Antibiotika hinweisen. Daneben treten durch die gestörte Balance der Schleimhäute im Genitalbereich und im Mund häufig Pilzinfektionen auf. Allergien gegen Antibiotika können sich z.B. durch Hautausschläge äußern. Verschiedene Antibiotika können zusätzlich spezielle Nebenwirkungen auslösen. Setzen Sie Antibiotika bei Nebenwirkungen nicht eigenmächtig ab - fragen Sie zunächst immer Ihren Arzt!

Wechselwirkungen von Antibiotika

Bei einigen Antibiotika ist die empfängnisverhütende Wirkung der Pille nicht mehr gewährleistet. Beachten Sie auf jeden Fall den Beipackzettel des Antibiotikums und wenden Sie gegebenenfalls für den gesamten Zyklus zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen (z.B. Kondome) an. Milch, Antazida (Mittel, die Magensäure binden) und Nahrungsergänzungsmittel mit Mineralien (Magnesium, Kalzium) können die Wirkung einiger Antibiotika (z.B. Tetracycline, Doxycyclin, Minocyclin und Gyrasehemmer) beeinträchtigen - mit einem Einnahmeabstand von mindestens 2 Stunden können Sie diese Wechselwirkung vermeiden. Beachten Sie außerdem den Beipackzettel Ihres Antibiotikums.
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